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Traditionelles WAN versus SD-WAN-Architektur: Was ist der Unterschied?

Traditionelles WAN versus SD-WAN-Architektur: Was ist der Unterschied?

Der große Hype um softwaredefinierte Weitverkehrsnetzwerke (SD-WAN) hält an, doch alle, die sich für die Technologie interessieren, aber noch nicht überzeugt sind, fragen sich, was eigentlich der Unterschied zur traditionellen WAN-Architektur ist. Lohnt sich die Investition in ein SD-WAN wirklich?

 

Erfahren Sie in unserem aktuellen Techtorial mehr über den Unterschied beider Konzepte. Vor allem - der Beziehung und der Kompatibilität mit der Cloud sowie weitere Unterschiede beider Vernetzungsoptionen. Wir stellen Ihnen auch Anwenderbeispiele vor, in denen SD-WAN die effizientere Option ist als ein traditionelles WAN.

 

Die Wahrheit über WANs


WANs in all ihren Varianten existieren, um den Traffic zwischen Standorten, Internet-Zielen und der Cloud zu verteilen. Sie arbeiten mit lokalen Netzwerken (LANs) zusammen, die die Datenübertragung in den einzelnen Unternehmen übernehmen und sicherstellen, dass jeder nach Bedarf vernetzt bleibt: Außendienstmitarbeiter mit der Firmenzentrale, Niederlassungen untereinander und so weiter.

 

Obwohl WANs seit etwa zwei Jahrzehnten eine effektive Datenübertragungslösung für Unternehmen sind, hat das herkömmliche WAN einen Nachteil: die fast vollständige Abhängigkeit von der Performance der Hardware. Hunderte Meter Kabel und Dutzende von Routern in Zweigniederlassungen oder massive Serverfarmen in Rechenzentren - all das ist notwendig, um ein WAN unabhängig von seiner Form zu unterstützen. Egal, ob Kabel- oder DSL-Breitband, Mobilfunk mit LTE/5G oder Multiprotocol Label Switching (MPLS). Dieses Problem, die schiere Anzahl der im WAN verbundenen Geräte und das Volumen vom ein- und abgehenden Traffic können bei den meisten WAN-Varianten zu einer Belastung für Unternehmen werden. (MPLS ist eine Ausnahme, aber die Implementierung und Wartung sind für manche Unternehmen einfach unerschwinglich teuer).

 

Darüber hinaus sind WANs nicht wirklich kompatibel mit der Cloud. Sie können zwar eine Verbindung herstellen, aber dazu ist ein “Backhauling” erheblicher Datenmengen zu den Rechenzentren erforderlich. Das führt zu deutlichen Verzögerungen bei der Paketübertragung und einer Verschlechterung der Anwendungsleistung. Weil moderne Unternehmen verstärkt Software-as-a-Service (SaaS)- und Infrastructure-as-a-Service (IaaS)-Tools nutzen, verschärfen sich Probleme durch hohe Latenz, Paketverluste usw.

 

Wie unterscheidet sich die SD-WAN-Architektur vom herkömmlichen WAN?

 

Ähnlich wie klassische WAN-Systeme von der Hardware abhängen, hängen SD-WAN-Lösungen von ihrer Software ab. Sie sind virtualisiert und bilden ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) für dieselben Netzwerkleitungen, die auch in jedem anderen WAN vorhanden sind. Das betrifft Breitbandkabel, Mobilfunkverbindungen, MPLS usw. Die SD-WAN-Lösung selbst kann entweder vollständig virtualisiert und softwaregesteuert sein oder in Verbindung mit speziellen Geräten eingesetzt werden, die den Traffic verteilen. Diese sehen aus wie Router, sind aber in der Regel leistungsfähiger als normale Router.

 

Auch wenn SD-WAN die gleiche Hardware wie nicht virtualisierte WANs nutzt, ist es leistungsfähiger, weil es mehrere Links von verschiedenen Service Providern bündelt und den Traffic harmonisiert. Dadurch wird ein Großteil der potenziellen Auswirkungen auf die WAN-Architektur eliminiert, die zu einer Verlangsamung führen können.

 

Welche Probleme löst SD-WAN?

 

SD-WAN reduziert deutlich die Probleme, welche Anwender traditioneller WAN-Systeme häufig in folgenden Bereichen feststellen:

 

  • Cloud Connectivity: SD-WAN ist ein rationeller und transparenter Weg zur optimalen Nutzung der Cloud als ein herkömmliches WAN. Es nutzt mehrere Netzwerkverbindungen. Es ermöglicht auch eine zuverlässigere Verbindung zu den vielen Software-as-a-Service- und Infrastructure-as-a-Service-Anwendungen, die für moderne Unternehmen von entscheidender Bedeutung sind.
  • Anwendungsleistung: Durch einen Prozess, der gemeinhin als „Application Steering“ bezeichnet wird, identifiziert SD-WAN die Anwendungen, die ein Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt nutzt, klassifiziert diese nach Priorität und leitet den Traffic entsprechend um. Traffic von Anwendungen mit hoher Priorität können auf die leistungsstärkste Verbindung (eine MPLS- oder High-End-Breitbandverbindung) geleitet werden, während Anwendungen mit niedrigerer Priorität vorübergehend auf leistungsschwächere Verbindungen (z. B. ein 5G- oder LTE-Backup) umgeleitet werden. Weil dies kontinuierlich in Echtzeit geschieht, bemerkt der Endbenutzer der Anwendung mit niedrigerer Priorität keinen signifikanten Qualitätsabfall, während die Benutzer mit den priorisierten Anwendungen die benötigte Servicequalität (QoS) erhalten. Die Steuerung kompensiert auch Netzüberlastungen, Strom-, und Leitungsausfälle und andere Störungen.
  • Traffic-Kontrolle: SD-WAN bietet volle Übersicht und Kontrolle über den Traffic, was ein herkömmliches WAN nicht leisten kann. So wird die Bandbreite verteilt und effizienter genutzt. Außerdem verbessert Echtzeit-Traffic-Shaping den Betrieb allgemein, ohne die Compliance-Anforderungen zu verletzen.

 

Es gilt auch das Ergebnis unter dem Strich zu berücksichtigen: Ein SD-WAN mit mehreren Breitbandleitungen bietet eine ähnliche QoS wie ein MPLS (das hochwertigste konventionelle WAN), jedoch bei deutlich geringeren Kosten.

 

Welche Arten von SD-WAN-Implementierungen gibt es auf dem Markt?

 

Derzeit werden die folgenden drei SD-WAN Implementierungen in Unternehmen am häufigsten eingesetzt: über das öffentliche Internet durch eine Breitbandverbindung, als gemeinsame MPLS/Internet-Implementierung oder über ein cloud-natives, rein privates, aber weltumspannendes Netzwerk.

 

Theoretisch mag die dritte Variante die beste Leistung bieten - aber zweifellos mit den höchsten Kosten und der geringsten Flexibilität. Am anderen Ende des Spektrums ist ein reines Internet-SD-WAN die kostengünstigste Option, kann aber in der globalen Konnektivität eingeschränkt sein, was für die meisten Unternehmen nicht ideal ist. Ein SD-WAN-Anbieter, der seinen Kunden eine MPLS-/Internet-Hybridlösung oder eine ähnliche Vielfalt von Zugangsoptionen anbietet, kann letztendlich die „beste aller möglichen Welten“ sein.

 

Unternehmen müssen außerdem entscheiden, ob sie das SD-WAN-Setup selbst übernehmen wollen oder sich von einem Managed Services Provider (MSP) betreuen lassen. Die erste Option erlaubt die direkteste Kontrolle über das Netzwerk und kostet zunächst weniger. Dieser Vorteil der Erschwinglichkeit und Kontrolle kann jedoch mit der Zeit verschwinden: Es müssen Mitarbeiter mit umfassender SD-WAN-Erfahrung eingestellt werden, sofern ein Unternehmen sie nicht bereits hat (um im Vorfeld ein optimales Netzwerkdesign sicherzustellen), und im Moment sind IT-Mitarbeiter auf dem Markt sehr gesucht. Außerdem muss die Netzwerkinfrastruktur, die bei einem selbst konfigurierten SD-WAN aus eigener Tasche bezahlt wird, wahrscheinlich mit der Zeit erweitert werden, was für Unternehmen, die genau auf die Betriebskosten achten, eine Belastung darstellen kann.

 

Im Gegensatz dazu entfällt bei der Wahl eines global vernetzten MSP für SD-WAN eine Menge Rätselraten: Die Unternehmen können alle Vorteile wie Bandbreiteneffizienz, Konnektivität und Anwendungsleistung nutzen, während der MSP die Implementierung der SD-WAN-Lösung sorgfältig überwacht und bei Bedarf Support und Fehlerbehebung übernimmt.

 

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